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Rabenschwarze erste Börsen-Handelswoche bereitet Sorgen

Die Weltbörsen wurden mit zwei gewaltigen China-Böllern in das neue Jahr des Affen geschickt. Aufgrund schwacher Konjunkturdaten in China wurde der Handel an der Börse an zwei Tagen mit einem Minus von jeweils 7 Prozent ausgesetzt, was die Anleger auch global verunsicherte. Zusätzlich wurde der Yuan (Renmimbi) gegenüber dem US-Dollar mehrfach abgewertet. Das führte zu Kettenreaktionen bei Schwellenländerwährungen.

Das „Jahr des Affen“ ist nach dem chinesischen Horoskop das Jahr der Überraschungen, in dem nichts planbar, aber vieles gleichzeitig in Bewegung ist. Es ist das Jahr, in dem unkonventionelle Methoden zur Lösung alter, aufgestauter Probleme sorgen werden. Wagemut führt zum Erfolg.

So verwundert es nicht, dass das neue „Jahr des Affen“ gleich zu Jahresbeginn mit einem Paukenschlag bzw. einem gewaltigen China-Böller begann, der alle Anleger zunächst zutiefst verunsicherte. Die erste Handelswoche war die schlechteste Kursentwicklung in den USA seit 2011 und für den Dax sogar die schlechteste in der Nachkriegszeit. Es gab Verluste von mehr als 1.000 Indexpunkten – in Deutschland beim Dax von 10.800 auf 9.843 Indexpunkte und in den USA beim Dow Jones Industrial Index von 17.500 auf 16.346 Indexpunkte. Die meisten asiatischen und europäischen Börsen gingen auch gleich zu Jahresbeginn in die Knie. Auch die osteuropäischen Aktien verloren erheblich an Wert. Nur im Baltikum blieb es stabil. Der schwache Jahresauftakt an den Weltbörsen wird nun wiederum als schlechtes Omen für das Gesamtjahr gesehen.

Investmentguru warnt vor globaler Krise

Der Investmentguru George Soros warnt vor einer globalen Finanzkrise, die größer sein wird als 2008. Der Börsenexperte Marc Faber hält auch einen Crash für möglich und macht dafür die amerikanische Notenbank verantwortlich. Am Freitag stieg die Zahl der neuen Arbeitsstellen in den USA um 292.000 und die Arbeitslosenquote sank auf 5 Prozent, was eigentlich eine gute Nachricht ist. Die Börsen reagierten aber mit fallenden Kursen, da nun eine weitere Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank Fed befürchtet wird. Hier gilt als „good news are bad news“ für die Börsen und Anleger.

Yuan-Abwertung verunsichert Anleger

In China brachen die Kurse gleich zu Jahresbeginn am 4. Januar aber wegen in der Tat schlechter Nachrichten ein. Der Einkaufsmanger-Index für das verarbeitende Gewerbe fiel weiter und blieb unter 50. Der Yuan (Renmimbi) wurde zum Dollar mehrfach abgewertet, was westliche Anleger zutiefst verunsichert, da Zweifel an der Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Produkte aufkommen. Schon im vergangenen Jahr gingen die Exporte und die Importe in China zurück, worunter wiederum die Rohstoffpreise litten.

Goldman Sachs rechnet mit einem Gewinneinbruch in den USA

Aufgrund der schwachen Konjunkturdaten in China brach auch der Brentölpreis zu Jahresbeginn von 38 auf 33 US-Dollar/ Barrel ein, was der tiefste Stand seit über elf Jahren ist. Durch die schwachen Ölpreise werden die Gewinne der großen Öl-Konzerne in den USA dahin schmelzen und es sind sogar erstmals seit 48 Jahren Verluste möglich, was das amerikanische Gewinnniveau enorm verringern wird. Auch droht eine Pleitewelle bei US- Fracking -Unternehmen. Goldman Sachs hat ein Kursziel von 20 US-Dollar für den Ölpreis aufgerufen. Daher, so Goldman Sachs, wird auch der S&P-Index einbrechen.

Erhebliche geopolitische Konflikte

Neben den wirtschaftlichen Gefahren drohen auch geopolitische Gefahren und Terroranschläge des IS. Im arabischen Raum verschärfte sich der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran, nachdem in Saudi-Arabien Ende 2015 einen Scheich aus dem Iran als angeblicher Terrorist neben 46 anderen Terroristen hingerichtet wurde. In Saudi-Arabien leben 2 Millionen Schiiten, die dort unterdrückt werden. Saudi-Arabien ist immer noch im Krieg mit dem Jemen, wobei sie hier von den USA unterstützt werden. Der Krieg in Syrien gegen die Terrormiliz IS ist so nicht leicht zu gewinnen, wenn sich Iran und Saudi-Arabien nicht einig sind oder sogar gegeneinander kämpfen. Sowohl in Jemen als auch in Syrien finden Stellvertreterkriege Saudi-Arabien gegen Iran statt. Es geht dabei um die Vormachtstellung im arabischen Raum. Da Russland den Iran und die syrischen Regierung unterstützt, die USA aber Saudi-Arabien, geht es auch um einen Stellvertreterkrieg USA gegen Russland, so auch in der Ukraine.

Erhöhte Terrorgefahr weltweit

In Ägypten gab es einen Terroranschlag in Hurghada durch IS-Terroristen. Dabei wurden drei Touristen verletzt und ein Terrorist von den Sicherheitskräften getötet. In Paris wollte ein IS-Terrorist eine Polizeiwache erstürmen und wurde getötet. In Nord-Korea wurde erstmals eine Wasserstoffbombe getestet, was in Nord-Korea als großer Erfolg gefeiert wird, international und sogar in China auf Ablehnung und Empörung stößt. Zudem drohen auch Attacken im Cyber-Krieg.

Steht Deutschland vor einem Bürgerkrieg?

In Deutschland machte das „Antanzen der Nord-Afrikaner“ mit ungehörigen Sex-Attacken gegen wehrlose deutsche Frauen in der turbulenten Silvesternacht Sorgen um die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung im eigenen Lande, wo die Polizei überfordert war. Einige Experten warnen durch den Flüchtlingsstrom schon vor einem Bürgerkrieg und einem Rechtsrutsch bzw. einer Spaltung in Europa. Polen macht durch eine Verfassungsänderung und ein neues Mediengesetz auf sich aufmerksam.

Gold nur leicht erholt

Während die Weltbörsen in der ersten Handelswoche und auch die meisten Rohstoffpreise nachgaben, konnte sich Gold von 1.060 auf etwa über 1.100 US-Dollar/Unze leicht erholen. Silber blieb aber nahe dem Fünfjahrestief bei unter 14 US-Dollar/Unze. Gold performte trotz des leichten Kursanstiegs sogar schwächer als die Börse in China. Der Chinesische Shanghai Composite Index (SCI) brach seit Jahresbegin von über 3.500 auf 3.186 Indexpunkte ein – am Freitag aber immerhin ein Plus von 1,97 Prozent. Der SCI gab aber in einem Jahr um 3 Prozent nach während Gold in US-Dollar 9 Prozent an Wert verlor, in Euro allerdings nur 1 Prozent.

Moskauer Börse und Rubel mit Erholungspotenzial

Der russische RTS-Index (in US-Dollar) gab am 8. Januar um 2,08 Prozent auf 737 Indexpunkte nach sowie der RDX-Index (in Euro) um 1,74 Prozent, während der MICEX-Index (in Rubel) bei 1.738 Indexpunkten relativ stabil blieb. Damit war auch die Moskauer Börse gleich zu Jahresbeginn im Schlepptau der Weltbörsen im negativen Bereich, was aber auch durch den schwachen Rubel und Ölpreis begründet ist. Der Rubel fiel zum Dollar auf ein neues Allzeittief von 74,74 US-Dollar/Rubel.

Gazprom mit neuem Fünfjahrestief

Der russische Energiekonzern Gazprom fiel auf ein neues Fünfjahrestief von 3,10 Euro und die Sberbank fiel um 1,73 Prozent auf 4,73 Euro. Sowohl der russische Aktienmarkt als auch der Rubel haben erhebliches Erholungspotenzial, sobald sich der Ölpreis wieder erholt, sonst wohl eher nicht.

Die preiswertesten Aktienmärkte kommen aus Osteuropa

Nach der Korrektur im August/September 2015, in der ersten Dezemberhälfte 2015 und nun auch in der ersten Handelswoche des neuen Jahres bleibt auch die Moskauer Börse eine attraktive und stark unterbewertete Trading-Börse. Die preiswertesten Aktienmärkte kommen aus Osteuropa. Die Aktienmärkte aus Serbien und Slowenien zählten 2014 mit einem Plus von jeweils 18 Prozent zu den Top-Performern auf der Welt. Die Börse Budapest (Ungarn) war 2015 einer der Top-Performer mit einem Plus von über 40 Prozent wie auch die Börse Riga aus Lettland mit einem Plus von über 40 Prozent, gefolgt von der Börse Bratislava aus der Slowakei mit plus 32 Prozent. Aber auch die baltischen Börsen aus Estland (plus 18 Prozent) und Litauen (plus 7 Prozent) überzeugten im Jahr 2015. Die Moskauer Börse war bis Ende November 2015 in US-Dollar noch mit 10 Prozent im Plus, wobei der MICEX-Index noch über 20 Prozent im Plus war. Es kam aber zuletzt zu hohen Währungsverlusten für deutsche Anleger von 15 Prozent wegen des schwachen Rubels.

(Redaktion)


 


 

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