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Hamburg trauert um Ehrenbürger Uwe Seeler

Fußball-Legende und Hamburgs Ehrenbürger Uwe Seeler ist am 21. Juli 2022 im Alter von 85 Jahren gestorben. Die Stadt, die Menschen und die Fußballwelt trauern um „Uns Uwe“.

Archivfoto: Uwe Seeler bei der Grundsteinlegung für das Albertinen-Hospiz Norderstedt im Januar 2020

Zum Gedenken an Uwe Seeler wurde am Hamburger Rathaus die Trauerbeflaggung angeordnet. Seit dem 22. Juli, liegt ein Kondolenzbuch für den Hamburger Ehrenbürger im Hamburger Rathaus aus. Bürgerinnen und Bürger können dort ihrer Trauer Ausdruck verleihen und den Hinterbliebenen ihr Beileid bekunden. Bis auf Weiteres ist dies täglich von 10 bis 18 Uhr möglich, auch am Wochenende. Das Kondolenzbuch soll zu gegebener Zeit an Uwe Seelers Familie übergeben werden, teilte der Hamburger Senat mit.

Mit Uwe Seeler verliert unsere Stadt ein Stück von sich selbst – bodenständig, ehrlich, hanseatisch. Er hat sich mit seiner Tatkraft, Fairness und Geradlinigkeit in die Herzen der Menschen gespielt und ist für viele in Deutschland und darüber hinaus zu einem sportlichen und menschlichen Vorbild geworden. Mit seinem ehrenamtlichen Engagement hat sich Uwe Seeler um das Gemeinwohl in seiner Heimatstadt verdient gemacht. Hamburg trauert um seinen Ehrenbürger und wird ihn als außerordentliche hanseatische Persönlichkeit in Erinnerung behalten“, so Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher.

Einzigartige Sportlerkarriere

Uwe Seeler wurde am 5. November 1936 in Hamburg geboren. Der gelernte Speditionskaufmann hat 1953 eine einzigartige Sportlerkarriere als Fußballer beim Hamburger Traditionsverein HSV begonnen, mit dem er 1960 Deutscher Meister wurde. 1954 begann seine Spielzeit in der Nationalmannschaft, deren Ehrenspielführer er später wurde. Uwe Seeler spielte 72-mal in der deutschen Nationalmannschaft und hält mit seiner vierfachen Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft und 21 WM-Spielen einen einmaligen Rekord im Fußballsport. Am 1. Mai 1972 beendete er seine Laufbahn als aktiver Spieler. Als Mensch blieb „Uns Uwe“ bodenständig und volksnah – er galt als einer der beliebtesten Hamburger.

Zu seinem 50. Geburtstag stiftete der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg 1986 den Uwe-Seeler-Preis zur Förderung der Jugendarbeit in den Fußballvereinen, der seitdem in zeitlicher Nähe zu seinem Geburtstag verliehen wird.

Im Jahr 1996 gründete er die Uwe-Seeler-Stiftung mit dem Ziel, in Not geratenen Menschen Unterstützung zu leisten. Für seine große persönliche Leistung wurde Uwe Seeler neben anderen wichtigen Ehrungen als erster deutscher Sportler 1970 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Seine Fairness als erfolgreicher Spitzensportler und sein unermüdlicher Einsatz haben wesentlich zum Bewusstsein der Integrationskraft des Sportes und seiner gesellschaftlichen Bedeutung beigetragen.

Im Jahr 2003 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg verliehen. Er habe sein spielerisches Können und seinen fairen Kampfgeist für seine Heimatstadt eingesetzt und damit einen großen Teil von dem, was er an Fähigkeiten und menschlichen Qualitäten erworben hat, an die Stadt und ihre Bürger zurückgegeben, so der Senat.

Uwe Seeler, war Weltklasse-Fußballer, Idol und Vorbild für Generationen. Wir werden ihn vermissen. Tschüs, „Uns Uwe“!

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27. Juli 2022

Trauerfeier für Uwe Seeler im Volksparkstadion am 10. August 2022

Am 10. August um 14 Uhr nimmt die Stadt im Volksparkstadion Abschied von der Fußball-Ikone. Die Trauerfeier werde „in enger Abstimmung mit der Familie und unter Beteiligung des Hamburger Sportvereins (HSV) sowie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vorbereitet“, teilte der Hamburger Senat mit. Die Beisetzung findet auf Wunsch der Familie im engsten Familienkreis statt.

Die Menschen, die an der offiziellen Trauerfeier teilnehmen möchten, erhalten ab 13 Uhr Zugang zum Stadion.

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4. August 2022

Mit Bus und Bahn zum Volksparkstadion: Tipps für die Anfahrt zur Trauerfeier für Uwe Seeler

Aufgrund von Bauarbeiten werden die S-Bahnen zwischen Altona und Elbgaustraße durch Busse ersetzt. Der HVV empfiehlt die Anfahrt über folgende Routen:

  • Mit der U-Bahn bis Haltestelle Hagenbecks Tierpark
    Ab U Hagenbecks Tierpark fährt die Buslinie 380 („Arenen-Shuttle“; Abfahrtsbereich: Buskehre in der Lokstedter Grenzstraße) Richtung Arenen. Nach der Trauerfeier fahren die Busse ab der Buskehre an den Arenen wieder zurück Richtung Hagenbecks Tierpark.  Zusätzlich kann auch die Metrobuslinie 22 ab U Hagenbecks Tierpark Richtung Hellgrundweg (Arenen) genommen werden.
  • Mit der S-Bahn bis Haltestelle Othmarschen
    Neben den Zügen der S1 fahren zusätzlich Züge der S3 von Altona bis Othmarschen. Die zusätzlichen Züge der S3 fahren ab Altona am 10. August im Zeitraum von 11.59 bis 13.49 Uhr und innerhalb des Zeitraums von zwei Stunden nach Ende der Trauerfeier.
  • Shuttle-Busse vom Beseler Platz/Othmarschen zum Arena-Süd-Bereich
    Für den weiteren Weg zum Stadion werden in Othmarschen (Abfahrtsbereich: Beseler Platz) Shuttlebusse zum Südbereich an der Arena fahren. Nach dem Spiel fahren die Busse wieder zurück Richtung Othmarschen.
  • Stadionbesucher, die mit der S-Bahn aus Richtung Pinneberg oder mit der AKN anreisen, müssen aufgrund der oben genannten Bauarbeiten an den Haltestellen Elbgaustraße bzw. Eidelstedt in Busse umsteigen. Aus Richtung Norden kann die Anreise alternativ auch ab Niendorf mit der U2 Richtung Hagenbecks Tierpark erfolgen.

 

 

 

 

 

Bildquellen

  • Uwe Seeler: Favorit-Media-Relations GmbH
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Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

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