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Hartwig-Hesse-Stiftung

Richtfest für das barrierefreie Seniorenquartier in St. Georg

Im April 2016 feierten die Bewohnerinnen des Witwen-Stifts der Hartwig-Hesse-Stiftung in der Alexanderstraße eine „Abrissparty“. Mitte September 2017 war nun das Richtfest für den modernen Neubau mit Wohnungen für Senioren sowie weiteren Angeboten für Bewohner und Stadtteil.

Bezahlbarer Wohnraum in Hamburg ist bekanntlich knapp, zumal in der Innenstadt. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die Hartwig-Hesse-Stiftung anstelle der in die Jahre gekommenen Wohnungen des Witwen-Stifts ein modernes Seniorenquartier baut. Das Richtfest fand am 21. September 2017 statt.

Rund 190 Jahre lang bot die Hartwig-Hesse-Stiftung auf dem Areal in der Alexanderstraße mit ihrem Witwen-Stift bezahlbaren Wohnraum für alleinstehende Damen. Im April 2016 wurden der Stift sowie das daneben liegende Verwaltungsgebäude der Stiftung abgerissen. Kurze Zeit später startete der Bau des Hartwig-Hesse-Quartiers.

„Einzigartiges Konzept für Hamburg“

Laut Presseinformation biete das Hartwig-Hesse-Quartier ein „in Hamburg einzigartiges Konzept für modernes und integratives Wohnen im Alter“. Nach Fertigstellung Anfang 2018 werde es das größte barrierefreie Quartier im Zentrum Hamburgs bilden. Neben 111 Wohnungen für Senioren entstehen eine Demenz-WG, Wohnungen für ehemalige Obdachlose, eine Kita, eine Baugemeinschaft für Familien sowie weitere Angebote für Bewohner und Stadtteil.

Maik Greb, Geschäftsführer der Hartwig-Hesse-Stiftung, erklärt: „Wohnangebote für Senioren wandern in Hamburg aus Kostengründen immer weiter in die Peripherie. Das Hartwig-Hesse-Quartier ermöglicht älteren Menschen modernes Wohnen in zentraler Lage zu bezahlbaren Preisen. Unser Fokus liegt auf Integration – auch bei der Einbeziehung der weiteren vielfältigen Angebote im Quartier, die den Kontakt zwischen den Altersgruppen fördern sowie eine Anbindung an den Stadtteil begünstigen.“

Das neue Quartier bietet auf 7.140 Quadratmetern barrierefreie Wohnungen an, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt sind. Eine rund 90 Quadratmeter große Wohnung ist als Senioren-Wohngemeinschaft geplant, einige der Wohnungen werden außerdem für ehemalige (pflegebedürftige) Obdachlose bereitgehalten. Darüber hinaus wird eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen mit Demenz aufgebaut. Die Betreuung erfolgt über den Ambulanten Pflegedienst der Stiftung, der seinen Hauptsitz im Quartier haben und seine Dienste im gesamten Stadtteil anbieten wird.

Auch Gewerbeflächen werden vermietet

Ein Teil des Areals wird an eine Baugemeinschaft mit Familien vermietet. Ferner wird die Einrichtung einer Kindertagesstätte die Begegnung zwischen Jung und Alt fördern. Um einen zusätzlichen Mehrwert für die Bewohner zu schaffen und das Quartier mit Nachbarn aus dem Stadtteil zu verbinden, gibt es zwei Gewerbeflächen, von denen eine bereits an eine Hand- und Fußpflege vermietet wurde und einen Gemeinschaftsraum, in dem zukünftig quartiersorientiere Veranstaltungen angeboten werden.

Auch die Verwaltung der Stiftung wird nach Fertigstellung des Quartiers wieder in die Alexanderstraße ziehen. Für die Bauzeit haben Verwaltung und Ambulanter Pflegedienst übergangsweise Räume im Holsteinischen Kamp im Barmbek bezogen.

Die Baukosten für das neue Hartwig-Hesse-Quartier von rund 24 Millionen Euro werden überwiegend über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB-Hamburg) sowie die Hamburger Sparkasse und städtische Zuschüsse finanziert. Im Gegenzug garantiert die Hartwig-Hesse-Stiftung, dass die im neuen Quartier angebotenen Wohnungen zu 91 Prozent bezahlbare Sozialwohnungen mit einer Kaltmiete von 6,30 Euro/Quadratmeter sein werden.

Auch Amalie Sieveking-Stiftung hat integrative Baupläne

Aktuell sind die Vermietung der Wohneinheiten in den letzten Zügen und der Aufbau der Wohngemeinschaften in vollem Gange. Die öffentlich geförderten Wohnungen sind bereits zum größten Teil vermietet. Es handelt sich bei den Mietern auch um ehemalige Bewohnerinnen des Witwen-Stifts, die temporär in anderen Wohnungen untergekommen waren. Ferner kommen einige der neuen Bewohner aus der benachbarten Amalie Sieveking-Stiftung, die laut Mitteilung voraussichtlich im Sommer 2018 ebenfalls ein integratives Quartier an bisheriger Stelle bauen will.

(Redaktion)


 


 

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