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Kultur- und Kreativwirtschaft

Statistik: Rund eine halbe Million Selbstständige in Kulturberufen

In der Corona-Krise wird derzeit viel über Solo-Selbstständige und Kulturschaffende gesprochen. Laut dem Statistischen Bundesamt waren 495.000 Personen im Jahr 2018 im Kulturbereich als Selbstständige beziehungsweise Freiberuflerinnen und Freiberufler tätig.

Insgesamt gingen rund 1,3 Millionen Menschen einem Beruf im Kulturbereich nach, teilt das Statistische Bundesamt auf Basis des Mikrozensus 2018 mit. Dies seien 3,1 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland gewesen.

Aktuell sind die Selbstständigen besonders von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. Konzerte, Theater-, und Kulturveranstaltungen wie beispielsweise Stadtfeste finden nicht statt, Museen sind geschlossen. Viele selbstständige Kulturschaffende haben dadurch im Moment erhebliche Einnahmeverluste. Der Selbstständigen-Anteil in Kulturberufen liegt mit 39 Prozent deutlich über dem entsprechenden Anteil der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung (10 Prozent).

Am höchsten war der Anteil der Selbstständigen und freiberuflich Tätigen mit 84 Prozent im Kunsthandwerk und in Berufen der bildenden Kunst, beispielsweise der Bildhauerei, Malerei oder im Vergolderhandwerk. Bei den Fotografinnen und Fotografen lag der Anteil bei 65 Prozent.

Die meisten selbstständigen Kulturschaffenden arbeiten ohne Angestellte

Im Jahr 2018 waren 436.000 Personen in Kulturberufen als Solo-Selbstständige, das heißt ohne weitere Beschäftigte, tätig. Dies entspricht 34 Prozent aller Erwerbstätigen in Kulturberufen beziehungsweise 88 Prozent der Selbstständigen. In fünf Berufsgruppen waren mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen als Solo-Selbstständige beziehungsweise Freiberuflerinnen und Freiberufler tätig. Am höchsten war der Anteil der Solo-Selbstständigen an allen Erwerbstätigen in Kulturberufen mit 79 Prozent im Kunsthandwerk und der bildenden Kunst. Unter den Fotografinnen und Fotografen in Deutschland lag dieser Anteil bei 58 Prozent und bei den Musikerinnen und Musikern, Sängerinnen und Sängern, Komponierenden und Dirigierenden lag er bei 54 Prozent. Des Weiteren waren Schauspielerinnen und Schauspieler, Tanzende und Choreografierende (52 Prozent) sowie Erwerbstätige in der Theater-, Film- und Fernsehproduktion (51 Prozent) überdurchschnittlich häufig ohne weitere Beschäftigte unternehmerisch tätig.

Mit Blick auf Wirtschaftszweige, in denen Erwerbstätige einen Beruf im Kulturbereich ausüben, so ergibt sich folgendes Bild: Mit 18 Prozent arbeiten die meisten Beschäftigten in Kulturberufen im Wirtschaftsabschnitt „Kunst, Unterhaltung und Erholung“, gefolgt vom Abschnitt „Information und Kommunikation“ (17 Prozent). Zudem findet sich ein hoher Anteil der in Kulturberufen Tätigen in den Wirtschaftsabschnitten „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (16 Prozent) sowie „Erziehung und Unterricht“ (15 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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