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15 Jahre Stenkelfeld

Wie aus einer Fiktion das Phänomen Stenkelfeld wurde

Stenkelfeld – das ist eine typische Klein(st)stadt im ländlicheren Bereich, in dem die dort argwöhnisch und misstrauisch beobachteten „Rundfunkfritzen“ und „Medienlümmel“ vom NDR unterwegs sind und mit ihren Reportagen schonungslos hinter die Fassaden blicken.

Alles begann anno 1994, also noch vor Beginn des später einsetzenden Comedy-Booms im ganzen Land, als die beiden NDR-Redakteure Detlev Gröning und Harald Wehmeier eigentlich „nur eine kleine, lustige Radiogeschichte“ machen wollten. Die Sache hatte sich schnell verselbständigt, und mit ihren urkomisch-satirischen Reportagen aus dem fiktiven Ort STENKELFELD fanden sie sich als Schöpfer einer inzwischen weit über den Norden hinaus bekannten Kult-Serie wieder. Stenkelfeld – das ist eine typische Klein(st)stadt im ländlicheren Bereich, in dem die dort argwöhnisch und misstrauisch beobachteten „Rundfunkfritzen“ und „Medienlümmel“ vom NDR unterwegs sind und mit ihren Reportagen schonungslos hinter die Fassaden blicken.

Schrullen aus der Provinz

Mit beißendem Spott versetzen sie Recht und Ordnung, Gemütlichkeit und Sauberkeit ihre Seitenhiebe und halten den Stenkelfelder Bürgern – und uns allen – den Spiegel vor. Denn in dieser ungestörten Provinz können die Einwohner ihre Schrullen noch frei entfalten, kann der Amtsschimmel wiehern, können die Kreis-Politiker ihre Rhetorik noch ungehemmt entfalten. Wirklich nur dort? Regelmäßig kommen die Reporter zu demselben Schluss: Es sind doch alle nur „Menschen wie du und ich“.

Die Themen sind unerschöpflich, und einige „Prominente“ schließt man nach wenigen Folgen unwillkürlich ins Herz – wie etwa Gustav Gnöttgen, den mit Leidenschaft pöbelnden Hausmeister des Claudia-Schiffer-Gymnasiums, der fast schon der heimliche Star der Serie ist. Oder Dr. Broermeyer, der es versteht, die Komplexität hinter der vordergründig simplen Fassade scheinbar einfachster Phänomene in verständlicher Weise aufzuzeigen – freilich ohne dabei ins Populärwissenschaftliche abzugleiten... Nie zuvor ist der reale Konsum-Wahnsinn zum Fest aller Feste – Weihnachten – so trefflich beobachtet und beschrieben worden wie in dem Stenkelfeld-Klassiker „Weihnachten im Oktober“ (die mit Abstand beliebteste und gefragteste Folge).

100 Meisterwerke - Deutscher Wohnwagen

1995 noch als satirische Meisterleistung betitelt, galt sie jedoch als völlig überzogen für das wirkliche Leben. Bereits im sonnigen Herbstmonat Oktober Weihnachtsdekos, Glühweinverkostung, Lebkuchenherzen und Lametta in der Wursttheke konnte sich damals noch niemand wirklich vorstellen. Heute nimmt man ähnliches schon im September oder gar August gelassen zur Kenntnis. Geschichten wie “Strichcode”, “Weiberfastnacht”, “Der große Lauschangriff”, “Ferienstau vor Holmmoor”, “Die neue Kreis-Autobahn” oder auch „Kunstbetrachtungen wie „100 Meisterwerke: Deutscher Wohnwagen” legen Zeugnis dafür ab, dass die gesamte Serie bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Dafür steht auch die jüngst erschienene Doppel-CD „Das Beste aus Stenkelfeld“.

Damit hat der Feinschmecker mehr als zwei Stunden volles Stenkelfeld-Hörvergnügen und kann Textunsicherheiten wieder auffrischen. Für „Süchtige“ gibt es alle ORIGINALE in einer 10 CD-Box und die beiden Bücher 1 + 2! Für Weihnachtsliebhaber heißt es kompakt „Weihnachten in Stenkelfeld“. „Ich häng' mit drin...“, „Halt mal!“, „empööörend!“, „... und jetzt kommen Sie“, „Ihr merkt's doch selbst“, sind im Laufe der Jahre fast schon in den Alltagswortschatz übergegangen und zeigen: STENKELFELD ist überall. Zum 15. Jahrestag der ersten CD-Veröffentlichung im August 2010 sind alle Fans und Freunde eingeladen, sich unter stenkelfeld-lebenslänglich.de mit ihren Erlebnissen, Erfahrungen zu beteiligen.

(GANSER & HANKE MUSIKMARKETING )


 


 

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