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Vermögensaufbau – darum sind Kryptowährungen sinnvoll

Welche Geldanlagemöglichkeiten eignen sich für junge Menschen, um Vermögen aufzubauen? Eine breite Diversifizierung ist empfehlenswert. Für ein ausgewogenes Anlage-Portfolio rücken auch Kryptowährungen ins Blickfeld.

Welche Geldanlagemöglichkeiten eignen sich für junge Menschen, um Vermögen aufzubauen? Eine breite Diversifizierung ist empfehlenswert. Für ein ausgewogenes Anlage-Portfolio rücken auch Kryptowährungen ins Blickfeld.

Seit 2008 können Anleger ein Phänomen beobachten: Niedrigzinsen. Vor allen Dingen die Preise der meisten Anlageklassen wie Aktien und Immobilien reagierten positiv auf diese Entwicklung. Immerhin gibt es mehr Geld auf den Märkten, als jemals zuvor.

Auch die erste Kryptowährung entstand als Reaktion auf die Finanzkrise aus 2008. Die Rede ist von Bitcoin, der wertvollsten Kryptowährung der Welt. Doch sollten Anleger Kryptowährungen kaufen, um sich ein Vermögen aufzubauen? Wir gehen der Frage auf den Grund.

Status Quo an den Finanzmärkten

Mit dem Eintreten der Corona-Pandemie steht ein Großteil der globalen Wirtschaft still. Innerhalb kürzester Zeit kam es zu einem beispiellosen Crash an den Finanzmärkten. Entgegen zahlreicher Erwartungen traf diese Marktbewegung auch die Kryptowährungen, denen eine geringe Volatilität nachgesagt wurde.

Allerdings hat dieser globale Crash auch einen Grund, denn die Auswirkungen für die Realwirtschaft sind enorm. Allein in den USA gab es bis Ende April 2020 mehr als 30 Millionen Arbeitslose. Zeitgleich waren Ende 2018 rund 15,8 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt und dementsprechend in Rente. Schlussendlich befinden sich die Immobilienpreise im US-Markt auf einem weiterhin hohen Niveau.

Auch in Europa können wir vergleichbare Trends beobachten. Diese makroökonomischen Entwicklungen haben auch einen nachhaltigen Einfluss auf den Vermögensaufbau und somit die Altersvorsorge junger Menschen.

Der Teufelskreis des Vermögensaufbaus

Nur wenige junge Arbeitnehmer können sich heutzutage Immobilien leisten. Ist dies möglich, dann beläuft sich die Verschuldung im Regelfall auf nahezu 100 Prozent. Das führt im Regelfall auch dazu, dass die Immobilie als Vermögenswert eine immer geringere Rolle spielt.

Dementsprechend bleiben Investitionen in den Kapitalmärkten, Kryptowährungen oder andere FinTech-Produkte. Außerdem nutzen viele Anleger das klassische Konto zum Sparen. Aufgrund der historisch geringen Zinsen ist auch diese keine wirkliche Option, denn die Kosten der Inflationen werden nicht gedeckt. Die Folge: die Kaufkraft sinkt kontinuierlich. Und auch die Aktienmärkte weisen einen entscheidenden Nachteil auf, denn in den vergangenen Jahrzehnten haben vor allem die aktuellen Pensionäre in die Unternehmen investiert. Heute sind diese von den regelmäßigen Auszahlungen abhängig. Dementsprechend muss die Politik an dieser Stelle wieder einschreiten und die Unternehmen retten – das Kapital der Zentralbanken verdeutlicht diesen Schritt.

Zwangsläufig hat aber auch diese Entwicklung einen Nachteil, denn fragile Unternehmen, die eigentlich unter normalen Marktbedingungen nicht mehr existieren könnten, bekommen günstiges Geld zur Finanzierung. Auch müssen die neuen Anleger deutlich überzogene Kaufpreise erbringen, um die Aktien zu erwerben. Somit sinken die Renditen auch hier.

Die Alternativen für den Vermögensaufbau

Dementsprechend bleiben nur noch wenige wirkliche Alternativen, um den Vermögensaufbau zu beschleunigen.

  1. Anleger können Krypto wie Bitcoin kaufen
  2. Alternative Anlagen in renditebringende Assets
  3. Unternehmensgründungen in neuen Branchen

Bei den alternativen Anlageprodukten handelt es sich beispielsweise um P2P-Kredite. Diese versprechen zwar eine vergleichsweise hohe Rendite, doch das eingegangene Risiko ist ebenfalls als hoch zu bezeichnen. Außerdem greifen in einigen Ländern bereits die Regierungen ein, um Kredite mit einer Effektivverzinsung von mehr als 100 Prozent pro Jahr zu verbieten.

Die zweite Möglichkeit, um den Vermögensaufbau voranzutreiben, sind Unternehmensgründungen. Doch nicht jeder Mensch fühlt sich dazu bereit, ein Unternehmer zu sein mit all den Herausforderungen, die damit einhergehen.

Schlussendlich bleiben die Kryptowährungen, die von vielen als risikoreiche Anlageklasse bezeichnet werden.

Kryptowährungen bieten hohes Gewinnpotenzial bei überschaubaren Risiko

Sprechen wir von einer Kryptowährung, dann handelt es sich um eine Coin oder ein Token einer Distributed-Ledger-Technologie. Die wohl bekanntesten Kryptowährungen sind Bitcoin und Ethereum. Doch neben diesen beiden gibt es noch zahlreiche weitere Krypto-Projekte.

Die älteste Blockchain ist Bitcoin. Die dazugehörige Coin, Bitcoin, ist den meisten Anlegern inzwischen ein Begriff. Insbesondere die Kursrallye aus 2017 sorgte dafür, dass zahlreiche Finanzmedien über die beliebte Digitalwährung berichteten.

Inzwischen steht Bitcoin erneut vor einem Halving, welches für den letztmaligen Kursanstieg verantwortlich war.

Dabei gibt es einige Faktoren, die Bitcoin und auch andere Kryptowährungen zu einem interessanten Investment machen.

Einerseits sehen wir anhand der anhaltenden Makrotrends, dass unser etabliertes Geldsystem nicht mehr funktioniert. Die Staaten müssen Unternehmen retten, um die politisch wichtige Gruppe der Senioren vor negativen Einflüssen von Unternehmensinsolvenzen zu bewahren. Die Aktienmärkte korrigieren aufgrund der schieren Geldmenge nicht mehr – Unternehmen verschwinden nicht. Die neuen Anleger haben keine Chance in renditestarke Produkte zu investieren.

Bitcoin – ein Erfolg für langfristige Anleger?

Doch werfen wir einen Blick auf Bitcoin und dessen Entwicklung, dann gibt es weiterhin gute Möglichkeiten zum Investieren.

Betrug der Wert eines BTC im Jahr 2010 noch 0,08 Cent, so notiert ein BTC inzwischen wieder bei über 9.000 US-Dollar.

Grund hierfür ist die Limitierung der Token-Anzahl im Quellcode der Bitcoin-Blockchain. So kann es maximal 21 Millionen BTC geben. Das bedeutet, dass die Blockchain einen Wert von 189 Milliarden US-Dollar hätte, wenn sich alle Coins am Markt befänden und 9.000 US-Dollar kosten würden.

Vergleichen wir diesen Wert mit den größten Unternehmen der Welt, welche weitaus mehr als eine Billion US-Dollar an Marktkapitalisierung besitzen, so wäre Bitcoin für ein eigenständiges Finanzsystem günstig bewertet.

Besonders die Halvings, die nach 210.000 verifizierten Blöcken stattfinden, haben einen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs. Grund hierfür ist der Umstand, dass die Miner, welche die Transaktionen durch Hashwertberechnungen in Blöcke schreiben, für die geleistete Arbeit eine Belohnung, die sogenannte Token Reward, erhalten. Betrug die Belohnung zu Beginn noch 50 BTC, so liegt dieser Wert nach dem Halving nur noch bei 6,25 BTC. Da dieser Ertrag sowie die Transaktionsgebühr jedoch dazu beitragen, dass die Miner kostendeckend arbeiten können, muss es zwangsläufig auch hier eine Anpassung des Preises geben. Dementsprechend sorgen Angebot und Nachfrage für ständig steigende Preise.

Darum sollten junge Anleger in Kryptowährungen investieren

Das Beispiel Bitcoin verdeutlicht, welches Potenzial eine solche Kryptowährung langfristig hat. Dabei besitzt nahezu jedes Projekt einen anderen Fokus. Außerdem sind Kryptowährungen noch immer vergleichsweise günstig eingepreist.

Bei einem überschaubaren Investment gibt es noch immer sehr hohe Renditechancen. Unterschiedliche Modelle prognostizieren beispielsweise Bitcoin-Kurse von mehr als 100.000 US-Dollar.

Dahingegen würde ein Totalverlust aktuell bedeutet, dass man als Anleger bis zu 9.000 US-Dollar verliert. Im Vergleich zu Renditechance scheint dies eher überschaubar.

Aufgrund der fehlenden Regulierung einiger Börsenplätze sollten Anleger bei der Aufbewahrung der erworbenen Coins auf eine sichere Wallet setzen, anstatt das Krypto-Vermögen auf einer Krypto-Börse liegen zu lassen. Hierzu empfiehlt sich ein Hardware Wallet für Kryptowährungen.

Die Kombination aus der Beimischung einer Kryptowährung in ein bereits ausgewogenes Portfolio, der Kauf an einer regulierten Krypto-Börse sowie die Verwahrung in einem Hardware Wallet garantiert eine optimale Herangehensweise an eine vielversprechende Anlageklasse. So kann der Vermögensaufbau durch eine breitere Diversifizierung vorangetrieben werden.

 

Bildquellen

  • adobestock_187986948_bon: Tobias Arhelger / stock.adobe.com
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Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

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