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Deutsche sind Kontaktlinsenmuffel: Skandinavien vorne

Die Zahl der Kontaktlinsenträger nimmt europaweit zu. An der Spitze liegen die skandinavischen Nationen Schweden, Dänemark und Norwegen, wo bis zu jeder Fünfte Kontaktlinsen trägt. Deutschland liegt dagegen gemeinsam mit Spanien weit hinten.

Eine große Studie zur Entwicklung der Kontaktlistenmärkte in ganz Europa von Euromcontact ergab bei der Verwendung von Einwegkontaktlisten ein Plus von 9,9 Prozent, während die Nachfrage nach konventionellen weichen Kontaktlinsen sank. Besonders beliebt sind Kontaktlinsen aus Silikon-Hydrogel, die 7 bis 30 Tage lang verwendet werden können: Sie haben einen Marktanteil von 82 Prozent erreicht.

Hintergrund ist die Erkenntnis, dass Einwegkontaktlinsen auf Dauer viel gesünder für die Augen sind und die Gefahr von schmerzhaften Infektionen verringern. Obendrein entfällt das ständige Reinigen der „festen“ Kontaktlinsen. Auch Tageslinsen, die nur einen Tag lang verwendet und dann entsorgt werden, erfreuen sich einer steigenden Nachfrage.

Deutsche weiterhin skeptisch

In Deutschland tragen rund 3,4 Millionen Einwohner regelmäßig oder unregelmäßig Kontaktlinsen. Dies entspricht einem Anteil von nur 5,3 Prozent der Erwachsenen. Noch unbeliebter sind Kontaktlinsen nur noch in Spanien, wo lediglich 3,81 Prozent der Erwachsenen zu den praktischen Hilfsmitteln greifen. Experten haben in Umfragen versucht, den Gründen für die deutsche Abwehrhaltung gegenüber Kontaktlinsen auf den Grund zu gehen. Dabei wurden vor allem zwei Gründe genannt: Die Angst vor Schmerzen durch das Tragen der Kontaktlinsen direkt am Auge und Bedenken wegen der umständlichen Handhabung. Zumindest letzteres Argument lässt sich schnell widerlegen: Mit etwas Übung erfolgt das Einsetzen der Kontaktlinsen morgens in Sekundenschnelle. Anschließend stören die Kontaktlinsen für den Rest des Tages nicht mehr, während die Brille immer wieder geputzt werden muss.

Auch die Angst vor Schmerzen ist meist unbegründet: Auf der Seite Blickcheck wird die Anpassung der Kontaktlinsen erklärt und entkräftet den Mythos der störenden schmerzhaften Kontaktlinsen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase werden sie nicht mehr wahrgenommen. Allerdings ist es wichtig, die Anpassung von einem qualifizierten Optiker mit langjähriger Erfahrung vornehmen zu lassen. Er berät zu den am besten geeigneten Linsen und macht vor, wie das Einsetzen funktioniert. Immer häufiger kommt heute auch das Fitting per Computer zum Einsatz: Dabei werden die Kontaktlisten auf hundertste Millimeter genau dem eigenen Auge angepasst um einen optimalen Sitz zu gewährleisten.

Kontaktlinsen vor allem beim Sport gefragt

Bevorzugt werden Kontaktlinsen vor allem von sportlich-aktiven Menschen, die eine Brille beim Fitnesstraining oder bei der Joggingrunde als störend empfinden. Sie tragen ihre Kontaktlinsen jedoch meist nicht durchgängig, sondern nur zum Sport und wechseln zu Hause und am Arbeitsplatz wieder zur Brille. Einen relativ geringen Marktanteil nehmen farbige Kontaktlinsen ein. Wurden sie früher fast ausschließlich verwendet, um besonders „leuchtend blaue Augen“ zu zaubern, sind sie heute ein Modeaccessoire geworden, mit dem die Augenfarbe immer wieder neu angepasst wird – auch wenn gar keine Sehschwäche vorliegt.

Um ihre Zukunft müssen sich die Optiker und Kontaktlinsenhersteller keine Sorgen machen: Die Zahl der fehlsichtigen Jüngeren steigt seit einiger Zeit rasant an. Die ständige Nutzung von Bildschirmen und mangelnde Bewegung an der frischen Luft werden als Hauptursachen genannt. Aus dem begeisterten Gamer und Chatter von heute dürfte dann schon bald der Kontaktlinsenträger von morgen werden.

(Redaktion)


 


 

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