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  • 03.03.2020, 08:04 Uhr
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Konsumgüterindustrie

Beiersdorf investiert 220 Millionen Euro in ein neues Werk bei Leipzig

Beiersdorf baut im Leipziger Seehausen ein neues Werk für die Florena-Mitarbeiter aus dem Werk Waldheim. Der derzeitige Produktionsstandort in Sachsen soll demnach in wenigen Jahren aufgegeben werden.

Die Beiersdorf AG, Hersteller von Hautpflegeprodukten, errichtet in Seehausen, am nördlichen Stadtrand von Leipzig, ein neues Werk für 220 Millionen Euro. Wie der Konzern Ende Februar 2020 mitteilte, habe der Aufsichtsrat die Grundsatzentscheidung vom Juni 2019 jetzt final bestätigt. Bei dem Neubau handele es sich um die größte Einzelinvestition zur Erweiterung der Produktionskapazität, die Beiersdorf je in Europa getätigt habe.

Rahmenvereinbarung für neue Arbeitsplatzangebote

In der neuen Produktionsstätte sollen Arbeitsplätze für die laut Firmenwebseite 280 Mitarbeiter des Werkes Waldheim entstehen, das noch bis 2011 Florena Cosmetics GmbH hieß. Dazu schlossen die Unternehmensleitung der Beiersdorf AG und der Betriebsrat des Produktionsstandortes in Waldheim, der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH, zeitgleich eine Rahmenvereinbarung, wonach alle Beschäftigten am Standort Waldheim ein Stellenangebot für das Werk in Seehausen erhalten werden.

„Ziel ist es, möglichst viele Mitarbeitenden ab 2022 in Leipzig weiter zu beschäftigen”, heißt es in der Konzernmitteilung. Auch für diejenigen Mitarbeiter, für die ein Transfer in das neue Werk aus persönlichen Gründen nicht realisierbar sei, sollen Konzepte erarbeitet werden.

„Es ist ein außergewöhnliches Konzept, das mit großer Unterstützung der Betriebsparteien und der Gewerkschaft IGBCE zustande kam“, betont Beiersdorf Personalvorstand Zhengrong Liu. „Das Konzept verbindet die langjährige Erfahrung und Expertise der Belegschaft in Waldheim mit der hochmodernen Technologie und Infrastruktur des neuen Werks in Leipzig. Das Projekt eröffnet eine völlig neue Beschäftigungsperspektive. Davon sollte zuvorderst die heutige Mannschaft aus Waldheim profitieren.“

Betriebsrat: „Win-Win-Situation”

„Wir wissen um die strukturellen Herausforderungen der heutigen Produktionsstätte. Unsere Belegschaft verdient ein neues, hochmodernes Werk. Zugleich braucht der Neubau in Seehausen ein leistungsstarkes Team. Das ist eine Win-Win-Situation“, sagt Jürgen Sager, Betriebsratsvorsitzender der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH. „Gerne hätten wir das Projekt auf dem bestehenden Gelände hier in Waldheim realisiert. Leider ist dies technisch so nicht möglich. Wir freuen uns, dass unsere Kolleginnen und Kollegen stattdessen nach Fertigstellung in das neue Werk einziehen können.”

Mario Ast, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender in Waldheim, ergänzt: „Uns ist bewusst, dass damit der heutige Standort in Waldheim in wenigen Jahren aufgegeben wird. Dies ist für viele von uns ein emotionaler Moment.” Die Mitarbeiter benötigten wettbewerbsfähige Arbeitsplätze. „Das neue Werk ist deshalb nicht nur eine gute Nachricht für den Freistaat Sachsen; es ist auch eine echte Perspektive für die Waldheimer Mannschaft.“

(Redaktion)


 


 

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