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Nachhaltigkeitsstrategie

Hamburg Süd: Umweltschutz durch Brennstoffwechsel

Die Hamburger Reederei Hamburg Süd und das schwedische Unternehmen Electrolux wollen mehr Nachhaltigkeit in der Transportkette erreichen. In vier südamerikanischen Häfen reduzieren sie freiwillig die Schwefeldioxidemission. Dafür nehmen sie höhere Kosten und Mehraufwand in Kauf.

Die Reederei Hamburg Süd und ihr Kunde Electrolux, Hersteller von Küchengeräten für Haushalt und Gewerbe, setzen sich gemeinsam für die Reduzierung von Schwefeldioxidemissionen in vier südamerikanischen Häfen ein. Wie Hamburg Süd mitteilt habe das Containerschiff „Santa Catarina“ während seiner Liegezeiten im mexikanischen Manzanillo, in Callao in Peru sowie in den chilenischen Häfen Iquique und Puerto Angamos zwischen dem 11. und 24. März 2018 auf freiwilliger Basis statt Schweröl (HFO) saubereres Marinegasöl (MGO) genutzt, um Hilfsmotoren und Boiler zu betreiben. Beides müsse im Hafen für die Energie- und Wärmeversorgung des Schiffes laufen.

Brennstoffwechsel für saubere Luft

Bereits in der Vergangenheit hätten Hamburg Süd und Electrolux ein Brennstoffupgrade durchgeführt und dadurch einen Beitrag zum Umwelt- und Gesundheitsschutz geleistet. Marinegasöl zeichne durch einen deutlich geringeren Schwefelgehalt aus. Dadurch verringere sich die Schwefeldioxidemissionen für die berücksichtigte Electrolux-Ladung um über 95 Prozent, heißt es in der Mitteilung.

Finanziert wird das Projekt von beiden Unternehmen: Electrolux trägt die Mehrkosten für das Marinegasöl. Hamburg Süd übernimmt den operativen Mehraufwand, der durch die Planung und die Brennstoffumstellung entsteht.

„Beim Thema Nachhaltigkeit spielt für die Hamburg Süd die Reduzierung von Emissionen im Sinne des Umweltschutzes eine wichtige Rolle. Gleichzeitig zeigen wir mit diesem Projekt, dass die Hamburg Süd mit innovativen Lösungen individuell und partnerschaftlich auf die Wünsche ihrer Kunden eingeht“, so Dr. Arnt Vespermann, CEO bei Hamburg Süd.

Im Frühjahr 2017 als Pilotprojekt gestartet

Das gemeinsame Nachhaltigkeitsprojekt war mit einer Pilotphase bereits im Frühjahr 2017 gestartet. In den vier berücksichtigten Häfen ist – anders als in Nord- und Ostsee oder den nordamerikanischen Emission Control Areas – der Brennstoffwechsel von HFO auf MGO nicht vorgeschrieben.

„Schwefeldioxidemissionen sind ein erhebliches Umweltproblem in einigen Gemeinden um die Hafenstädte, in die wir unsere Produkte verschiffen. Mit dieser Partnerschaft zeigen wir, dass sich die Industrie schneller als die Gesetzgebung bewegen kann, um die Luftqualität in Häfen zu verbessern, und wir hoffen, dass noch mehr Unternehmen an Bord kommen“, sagt Bjorn Vang Jensen, Vice President Global Logistics bei Electrolux. Den ökologischen Fußabdruck in der Transportkette zu verbessern, sei eines der Ziele der Electrolux-Nachhaltigkeitsstrategie.

(Redaktion)


 


 

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