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Studie: DAX-30-Vorstände schöpfen Vorteile der Diversität nicht voll aus

Das Diversitäts-Barometer 2020 kommt zum Ergebnis, dass die analysierten Unternehmen auf Vorstandsebene im Durchschnitt mehr als die Hälfte ihres Diversitätspotenzials ungenutzt lassen.

Das Diversitäts-Barometer 2020 kommt zum Ergebnis, dass die analysierten Unternehmen auf Vorstandsebene im Durchschnitt mehr als die Hälfte ihres Diversitätspotenzials ungenutzt lassen.

Der typische Vorstand eines DAX-30-Unternehmens ist im Mittel männlich, 55 Jahre alt, deutscher Herkunft, Wirtschaftswissenschaftler und seit mindestens 20 Jahren im Unternehmen. Das ist ein zentrales Ergebnis der gemeinsamen Studie der Fachhochschule Wedel, der Leuphana Universität und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thorton.

Unter dem Titel „Diversitäts-Barometer 2020” haben die Autoren untersucht, wie vielfältig DAX-30-Unternehmen auf Vorstandsebene zusammengesetzt sind. Die Ergebnisse basieren auf der Auswertung der zum Stichtag des 1. Januars 2020 erhobenen öffentlich zugänglichen Daten über die insgesamt 193 Vorstandsmitglieder der analysierten Firmen.

„Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise, der Klimadiskussion und der Herausforderungen der Digitalisierung kommt der Diversität unter Entscheidungsträgern eine zentrale Bedeutung zu”, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung Anfang Juni anlässlich der Vorstellung der Studienergebnisse. Dabei stelle die Vorstands-Diversität „eine bedeutsame Determinante der Resilienz, also der Anpassungsfähigkeit an neue Entwicklungen, dar”, wird in der Studie ausgeführt. Gleichzeitig betonen die Autoren, dass Vielfalt dennoch allein kein Garant für eine erfolgreiche Unternehmensführung sei.

Fünf Kriterien zur Messung herangezogen

Der zentrale Mehrwert des Diversitäts-Barometers 2020 ist nach eigenen Angaben die Mehrdimensionalität der Bemessungsgrundlage. Er zieht die fünf Kriterien Geschlecht, Alter, Ausbildung/Studium, Nationalität/Geburtsland und Dauer der Unternehmenszugehörigkeit zur Untersuchung heran. In der Studie weisen die Autoren darauf hin, dass auch andere Diversitätskriterien wie „zum Beispiel die sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Religion und Habitus” ebenfalls das Führungsverhalten in Unternehmen maßgeblich beeinflussen können.

Die Autoren Stefan C. Weber, Alexander Fischer, Patrick Velte und Cornelia von Oertzen weisen darauf hin, dass die Diversität auf Vorstandsebene ein entscheidender Faktor sein kann, um der Heterogenität der Stakeholder-Interessen und der erforderlichen Innovationskraft von Unternehmen Rechnung zu tragen. Ein erfolgreiches Diversitätsmanagement sei dennoch nur ein Baustein eines integrierten Finanz- und Nachhaltigkeitsmanagementsystems.

Durchschnittlicher Diversitätsindex bei 0,44

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Unternehmen Diversitätspotenziale in großen Teilen ungenutzt lassen. Bei einem maximal erreichbaren Wert von 1,0 werde im Durchschnitt nur ein Score von 0,44, also knapp die Hälfte der maximalen Diversität erreicht. Das Unternehmen Wirecard führt mit einem Score von 0,63 die Diversitätsrangliste an und Henkel ist mit einem Score von 0,27 das Schlusslicht.

Das Geschlecht weist im Vergleich der Kriterien mit einem Wert von 0,29 die niedrigste Diversität auf. Die höchste Diversität liege mit einem Score von 0,55 bei der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und mit einem Score von 0,53 bei der Ausbildung oder des Studiums.

Auch im Vergleich der sechs Kernbranchen werden Unterschiede deutlich: Während die Technologie-Branche mit einem Wert von 0,50 leicht überdurchschnittlich divers ist, verzeichnet die Konsumgüter-Branche mit einem Diversitätsindex von 0,37 die geringste Vielfalt im Vorstand.

Die Studie steht zum kostenlosen Download zur Verfügung: www.wkgt.com/globalassets/1.-member-firms/de-germany/pdf-publikationen/themen_allgemein/diversitatsstudie_200520.pdf

 

Bildquellen

  • diversitaets_barometer: FH Wedel / Leuphana Universität Lüneburg / Warth & Klein Grant Thorton
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